Grönland 2015 – Teil 3

Das Wetter wird schlechter, die Landschaft karger und wilder. Doch wir geben nicht auf.

08. August 2015 – Tag 9

Nach gewissen Reiseführern wäre das der letzte Tag der Wanderung – wir würden heute Abend in Sisimiut ankommen. Vor uns liegen ca. 80 km und seit heute morgen regnet es in Strömen. Bereits um Mitternacht, als wir uns zum gemeinsamen Pinkeln aus den Schlafsäcken schälten, war der Fjord voller Wolken. Es war vergleichsweise richtig dunkel. Und trotz der trockenen Hütte und Müdigkeit konnte ich nicht einschlafen. Im Hinterkopf hatte ich das Gefühl, gleich würde jemand die Treppe hochkommen.

Zurück im Schlafsack kam der Schlaf. Als ich das nächste mal die Augen öffne, höre ich Regentropfen. Milchige Wolken, alles ist weiss und nass. Wir schlafen bis Mittags, lesen, kuscheln. In der Hütte wird es merklich kühl. Nach dem Frühstück durchsuche ich die Hütte nach Sprit für den Ofen. Unter der Hütte finde ich ein verschnürtes Paket für Nick Larsson. Es ist an die Balken festgebunden.

Wir ziehen uns wärmer an, hocken im Schlafsack. Ich mache die Toilette fertig (schwarzer, sehr starker Müllsack über einen Eimer ziehen, das ins Klo stellen, Sitz drüber) und mache mich auf die Reise, Wasser zu holen. Weiter oben ist der Bach bereits angeschwollen. Es regnet ja die ganze Zeit. Ich schwitze ganz schön auf dem Rückweg – zwei Pullis waren doch zu viel.

Jetzt haben wir den Nachmittag für uns. Die ersten Wanderer erwarte ich ab 16:00 Uhr nachmittags. Schon um 14:00 kommen die ersten – vollkommen durchnässt. Um 17:30 ist die Hütte voll. Zwei Französinnen und 6 weitere Deutsche kommen in der Hütte an. Es wird eng. Jemand erzählt vom Schnee in den kommenden Tagen. So viele Menschen an einem Fleck.

Den ganzen Abend wird versucht, den Ofen anzuwerfen. Niemand kann die dänische bzw. grönländische Anleitung verstehen und nach und nach wird die Funktionsweise erahnt. Im Kanister ist ein letzter Tropfen sprit, am Ofen sind einige Schalter. Recht spät kommt ein älterer Herr darauf, den Ofen von oben zu öffnen. Aha! Drin ist ebenfalls Sprit. Die Idee ist, diesen Rest anzuzünden, ohne dass wir alle abgefackelt werden. Ein Stück Holzkohle wird auf einem Gasbrenner zum glühen gebracht, um es dann in den Ofen zu „legen“. Der Feuerlöscher wird bereitgehalten – so spannend! Dann brennt der Ofen ohne Trara und Bums und alle sind erleichtert. Das wäre erledigt.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Arbeit am Ofen

Beim Aufdrehen allerdings fängt der Ofen an laut zu brummen, es ist fürchterlich laut. Es stinkt nach Sprit und wir reißen alle Fenster auf. Es zieht und windet, es ist laut und stinkt, draußen Regen und wir malen uns alle schon aus, wie die Hütte um uns herum explodiert.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Fenster auf

Doch die Herren kriegen das in Ordnung, es beruhigt sich alles. Der Ofen heizt und es wird mollig warm.

Es wird gemütlich. Wir kommen alle ins Gespräch – es ist eine angenehme Stimmung. Und kurz vor dem Schlafengehen sehen wir in der Ferne ein Stück blauen Himmels.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Panorama

09. August 2015 – Tag 10

Heute ist natürlich kein blauer Himmel zu sehen. Alles ist grau, der Regen wartet. Es haben 8 Leute in der Hütte geschlafen. Mit Ohrstöpseln ging das sogar sehr gut. Gegen 8:00 Uhr werden wir wach und recht schnell setzt sich alles in Bewegung: packen, Wasser holen, Frühstücken.

Wir laufen als erste los, nachdem wir uns von allen verabschiedet haben.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Wasser holen

Gleich zu Anfang müssen wir einen enormen Anstieg bewältigen. Oben verschwindet alles in Wolken.

im Nebel

Es nieselt immer mal wieder – es ist nicht so schlimm wie erwartet. Durch die Wolken und Nebelschwaden sieht alles sehr gespenstisch aus. Tolle Kulisse für Fotos. Wind und Regen lassen keine langen Pausen zu. Also müssen wir laufen, um warm zu bleiben.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Aufstieg
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Es geht höher
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Wolkig
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
mit Wolken im Rücken

Wir sehen unseren ersten und einzigen Schneehasen der Reise – sehr weit entfernt.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Schneehase

Vor uns ragen steile Felswände auf und durch die Wolken sehen wir viele Seen. Wir quälen uns bergab und bergauf. Durch die anhaltende Feuchtigkeit werden die Schuhe und dann auch die Socken nass. Es hört auf zu regnen – es wird sogar angenehm warm. Die Landschaft hat wieder neue Seiten zu bieten. Fette Berge, Seen – dazwischen Wolken und Nebel.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Gute Laune
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Aussicht

Schuhe

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Karge Landschaft

Der Mittag ist sehr angenehm. Es soll aber nicht so schön bleiben: Es fängt wieder an zu nieseln. Hinzu kommt, dass wir an einem Berghang wandern. Laut unserem Reiseführer soll es direkt am Wasser auch einen Weg geben. Leider finden wir keinen und kämpfen uns teilweise querfeldein durch nasse Büsche, steile und matschige Anstiege.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Hang im Regen
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Flüsschen

Doch auch das überwinden wir.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Happy

Mitten in der Pampa treffen wir ein Pärchen, welches uns entgegen kommt. Wir unterhalten uns 15 Minuten. Das ist so surreal, weil wir mitten im Regen, völlig entspannt ein nettes Gespräch führen.

Wir kommen zum Ende des Sees, es hört auf zu regnen. Es wird allerdings recht frisch. Ich bin von der Landschaft wieder mal begeistert und vergesse alle Schwierigkeiten um uns herum. Nat ist am Ende ihrer Kräfte. Wir sind allerdings so nass, dass wir unbedingt eine der vor uns liegenden Hütten erreichen wollen.

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Berg in Wolken
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Flussbett
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Rotkäppchen

Und dann kommt das Schmankerl des Tages: Die Feuchtwiesen.

Feuchtwiesen II

Feuchtwiesen III

Natascha redet seit Tagen davon. Die Durchquerung erfordere große Vorsicht, man könne bis zur Hüfte einfallen. Wir finden eine sehr große Wiese vor, beim näheren Betrachten ist es ein großer See, mit vielen kleinen grünen Graszipfeln. Die letzte Trockenheit im Schuh wird an dieser Stelle vertrieben. Wir hüpfen zunächst von Büschel zu Büschel. Schließlich sind wir müde, der ganze Tag liegt hinter uns. Wir marschieren durch die Nässe und achten lediglich darauf, nicht tiefer einzufallen.

Feuchtwiesen I

Nun sind wir am Pokern: Wir wurden von 6 Menschen überholt, vor uns liegen zwei Hütten, alle werden auf jeden Fall unter einem Dach schlafen wollen. Die zweite Hütte soll der Hammer sein. Groß und mit einem Ofen ausgestattet. Ich gehe fest davon aus, dass viele die nähere, kleinere anlaufen werden. Nach einigem hin- und her einigen wir uns auf die erste Hütte.

Innajuattoq Hut I

Wir klettern also einen Berg hoch und finden zu meiner Überraschung niemanden vor. Die Hütte ist leer, klein und sauber. Und ein Ofen steht hier auch. Den bekomme ich zwar nicht an aber die Hütte gehört heute Nacht uns.

Innajuattoq Hut II

Die Schuhe sind innen und aussen nass. Die werden garantiert nicht trocken. Es wird schnell kalt in der Hütte. Wie in vielen anderen Hütten, stehen auch hier fast leere Gaskartuschen. Die machen wir leer, um zu heizen.

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in der Hütte

Vor unserem Schlafplatz und den superwarmen Schlafsäcken befindet sich ein Fenster im Querformat. Das ist unser Fernseher.

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Schlafplatz mit Fernseher

Wir können sehr weit in die Ferne schauen. Die Dauersendung heute: Nebel und Regen.

Rain

Wolken ziehen auf

Heute haben wir 20km hinter uns gebracht.

10. August 2015 – Tag 11

Der Fernseher ist milchweiß. Und es stürmt draußen. Durch den Wind jagen Wolken an unserer Hütte vorbei. Wir sind froh, nicht im Zelt zu sein. Dennoch wollen wir weiter, zumal es nicht regnet – zumindest können wir zur nächsten Hütte laufen.
Es ist kalt, und die eiskalten und nassen Schuhe machen es nicht besser. Wir packen unsere Füße in Müllbeutel ein. Dieses Paket kommt in die nassen Schuhe. Ein wenig seltsam fühlt sich das schon an. Die Füße rutschen in den Schuhen. Es geht. Und nach 15 Minuten laufen sind die Füße warm.

Panorama vor Innajuattoq

Innajuattoq am Morgen

Wir fegen und verabschieden uns von der Hütte – dann stapfen wir los.

Innajuattoq Hut III

Wir erreichen die zweite Hütte 30 Minuten später und finden die gesamte gestrige Mannschaft vor.

Innajuattoq - The second hut

Wir tauschen uns aus. Sie machen alle einen Tag Pause und wollen sich von den gestrigen Strapazen erholen. Die Sonne kommt mittlerweile raus, es wird gemütlich.
Wir wollen dafür weiter. Vor uns liegt ein Fluss, den wir in Schuhen nicht überqueren können.

Fluss

Wir brauchen ein wenig, bis wir eine passende Stelle gefunden haben. Wir laufen den Fluss abwärts.

vor der Flussüberquerung

Schließlich können wir die Schuhe ausziehen, Crocs an, Hose hochkrempeln und rüber. Es ist eiskalt aber nicht tief.

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Schuhwechsel

nach der Flussüberquerung

Gegen 12:00 wandern wir dann los.

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Orientierung

Es fängt an zu nieseln, aber im Hintergrund scheint weiterhin die Sonne. Es wird schließlich trocken – und sehr kalt. Dagegen hilft laufen. Und wir müssen zunächst eine Hochebene erreichen. Anstrengend! Aber wir bleiben warm.

Nat am Innajuattoq

Je höher wir kommen, um so schöner ist der Ausblick hinter uns. Wir können beide Hütten von hier aus sehen.

Innajuattoq IV
Innajuattoq V
Innajuattoq

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Selfie

Auf der Hochebene bleiben wir den ganzen Tag.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Hochebene

In der Ferne sehen wir schneebedeckte Gipfel, laufen an Seen vorbei, machen viele Fotos und bestaunen die Landschaft.

Wetterchen
winzig

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
See

Wir sehen sogar mehrmals Rentiere.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Rentiere

Ein grandioser Tag. Ich will auf der Hochebene zelten, der Ausblick ist fantastisch. Allerdings habe ich mittlerweile Respekt vor dem Wetter.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Letzte Pause
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Tal
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Janne bewundert die Aussicht

Wir steigen in ein wunderschönes Tal hinab und stellen unser Zelt an einem rauschendem Bach ab.

Abends in der Sonne

Die Schuhe sind mittlerweile trocken, die Socken auch. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert mit den Schuhen.
Zum ersten mal werden die Mücken lästig. Es wird wieder kalt und die Biester fliegen dennoch herum.
Wir haben einen tollen Abend in der Sonne.

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Abendessen

11. August 2015 – Tag 12

Regen.
In der Nacht.
Das geht vorbei.
Regen.
Morgens um Acht.
Ah menno …

Ich bekomme nachts mit, dass es regnet und gebe die Hoffnung nicht auf, dass es morgens vorbei geht. Heute morgen ist alles grau. Und die Gipfel vor uns haben eine neue Schneeschicht.
Zwischendurch hört es auf, aber die Regenpause ist kurz. Es geht wieder los. Vom Aufbruch keine Rede. Das Innenzelt ist komplett nass. So nah am Fluss ist die Luftfeuchtigkeit enorm. Außen nass, innen nass.
Spätestens in 5km soll es eine weitere Hütte geben. Die wollen wir auf jeden Fall erreichen. Wie es weiter geht, machen wir vom Wetter abhängig.
Dann werden eben klamme Schlafsäcke eingepackt. Erstmal muss ein Kaffee her. Wobei ich den Kaffee lieber in der Hütte machen möchte. Auf der anderen Seite, wenn wir schon im Regen laufen müssen, dann mit Kaffee im Magen. Und der ist auch lecker und warm. Mittlerweile hat es sich mal wieder beruhigt. Also packen wir ein. Ich wische das Zelt, Nat packt die Schlafsäcke ein. Und so nutzen wir die Regenpause, um alles einigermaßen trocken einzupacken. Den Wasserbeutel mit Wasser füllen und los geht es.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail

Wir laufen an die 4 km und gen Ende macht sich der Magen bemerkbar. Frühstück fehlt. Es fängt auch wieder an zu regnen. Wir erreichen schließlich die Hütte und sehen gerade noch, wie sich die Französinnen wie Marsmännchen verkleidet auf den Weg machen.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail

Die Hütte ist sauber aber klein und sehr kalt. Wie frühstücken ausgiebig, trinken Tee und warten auf Trockenheit. Momentan sieht das sehr schlecht aus. Also warten.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail

Wir bekommen besuch: Djego aus Italien und Wojtek aus Irland. Beide haben seit Anfang an sehr schlechtes Wetter und sehen nicht glücklich aus. Wir wiederum sind sehr froh über unser bisheriges Wetterglück.

Nat sitzt auf heiße Kohlen und will weiter laufen. Ich bin am hadern. Die nächste Hütte liegt in 17 km Entfernung – das ist eine ganze Menge – besonders im Regen. Draußen fällt leichter Nieselregen. Während Wojtek es sich gemütlich macht und seine Isomatte, Schlafsack auspackt und sich bequeme, trockene Sachen anzieht, machen wir unser Mittagessen. Und wir diskutieren, ob wir laufen sollen oder nicht. Ich bin dagegen, Nat will los.

Ich lasse mich überreden und wir machen uns auf den Weg. Damit starten wir unseren persönlichen „Arctic Circle Race“. Zum warm werden müssen wir einen Fluß überqueren, im Regen. Schon dabei werden wir ordentlich nass. Schuhe ausziehen, über den reißenden Fluß, eine matschige Anhöhe hochklettern, Schuhe anziehen. Jetzt können wir los.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Regen

Und Nat rennt mir davon. Das Essen scheint den Ofen angeworfen zu haben und sie heizt nur noch durch die Feuchtwiesen.

Schmatz, schmatz,
schmatz, schmatz,
flatsch
schmatz, schmatz,
schmatz, schmatz,
pffft,
platsch, platsch,
schmatz, schmatz,
flatsch

Wie eine Weltmeisterin rennt sie durch Grönland. Ich mache immer wieder Fotos und auch sonst scheinen meine Kräfte nicht so gut aufgetankt zu sein, denn ich sehe Nat nur noch am Horizont. Unsere Schuhe halten diese Tortur nicht aus, geben auf, und die Nässe kommt.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Feuchtwiesen

Und spätestens bei den menschenhohen Sträuchern sind wir vom Kopf bis Fuß nass – aber unterwegs. Es regnet noch lange, hört am späten Nachmittag aber auf und wir müssen uns nur noch um die Nässe von unten kümmern. Wir überqueren zwei weitere Flüsse – eiskalt. Nat zieht beim ersten nicht mal ihre Schuhe aus.

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail
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Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
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Das hat den Vorteil, dass wir bei den Feuchtwiesen nicht mehr auf trockene Stellen achten – einfach durch. Aber gerade diese Wiesen sind sehr anstrengend zu laufen. Heute hätten wir die Gummistiefel gut gebrauchen können.

Feuchtwiesen

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
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im Regen

An einem See, ca. 2km vor der nächsten Hütte geben wir auf. Vor uns liegt ein Berg und wir haben keine Kräfte mehr. Deswegen zelten wir am See. Die Entscheidung ist nicht einfach, beide sind wir fertig, Schuhe komplett nass und noch eine Portion Regen können wir nicht gebrauchen. Die Hütte wird wahrscheinlich nicht leer sein, ja sogar voll. Das wäre die Katastrophe. So stellen wir das Zelt an einem Strand auf – ein wenig nass ist es von heute morgen. Nat richtet unser Nachtlager her und schlüpft in beide Schlafsäcke.

Rotkäppchen
nasse Füsse

Greenland 2015 - Arctic Cirlce Trail
Greenland 2015 – Arctic Cirlce Trail

Lass mich mal von Kälte erzählen. Und ich meine richtige Kälte. Schuhe nass, Socken nass, Finger eiskalt, Schmerzen. Müde So kalt hatten wir es bisher noch nicht.

Dann wird lecker gespeist. Zum Nachtisch Schokolade und einen Schluck Rum. Jetzt sind wir beide in Schlafsäcken, die schön warm halten. Draußen windet und stürmt es. Man hört den See. Kurz vor dem Schlafengehen kommt die Sonne raus.

Sonne am Abend

Wir haben wiedermal eine fantastische Stelle zum übernachten gefunden.

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